Die Schale und das Design hat Glasmacher Christoph Hübner im Glasstudio im Museum Baruther Glashütte entwickelt.
Die meisten Glasfarben verdanken sich der Zugabe von Metalloxyden. Diese wurden den Rohstoffen Sand, Kalk und Soda oder Pottasche zugemischt. Eisen ergibt, je nach Wertigkeit, grün oder braun. Kobalt färbt blau, Gold rot, Kryolith/Schafsknochenasche weiß u.v.m. Der Studioofen in Glashütte arbeitet nicht mit durchgefärbter Glasmasse. Vielmehr ist im Schmelztiegel in Glashütte ausschließlich farbloses Glas, das mit der Technik eines Farbzapfens außerhalb des Ofens opak gefärbt wird. Der Farrand wird durch einen so hergestellten Glasfaden erreicht.
Glas wird auch als eine "unterkühlte Flüssigkeit" bezeichnet. Glas lässt sich nur oberhalb von 600 Grad Celsius hüttentechnisch verarbeiten. Nach der Fertigung muss Glas (nicht kristalliner Werkstoff) zur "Entspannung" über mehrere Stunden in einen Kühlofen. Die Herstellung wird im Glasstudio im Museum Baruther Glashütte vorgeführt und ist Teil des Immateriellen Kulturerbes der manuellen Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas.